Medizinische Themen ausführlicher

Traumatisierung

Die Therapie und Begutachtung von Betroffenen mit schwerster Traumatisierung (posttraumatische Belastungsstörung und gespaltene Persönlichkeiten) ist zeitaufwendig und komplex. Doch für die Stabilisierung der Betroffenen muss die Psyche systematisch wiederhergestellt werden.

Rechtsmedizin:

Die Rechtsmedizin sollte bei Erstaufnahme einbezogen werden.

Aufklärung von Ärzten

Über die Fachberatungsstellen erhalten die Betroffenen Zugang zu Ärzten und Anwälten, die bereits mit der Thematik vertraut sind. Doch leider ist der Grossteil dieser Berufsgruppen noch zu wenig informiert. Zudem gibt es zahlreiche Fälle von Menschen, die zwar von Menschenhandel und Sklaverei betroffen sind, sich selbst aber nicht zu Erkennen geben. Entweder werden sie bedroht oder aber sie sind in Begleitung ihrer Peiniger in Behandlung. Da diese Krankheits-Fälle oft in großen Kliniken eher anonym behandelt und meist auch in bar bezahlt werden, fehlen hinterher die Möglichkeiten einer Spurenverfolgung. Daher sollten behandelnde Ärzte in Notaufnahmen von Kliniken in Ballungszentren besser über die Sachverhalte und das Hilfsangebot informiert werden.

Zahnpflege

Die Betroffenen haben meist sehr ungesunde Zähne, was ihren Selbstwert zusätzlich schmälert. Eine Kooperation mit Ärzten zur Gratisbehandlung ist erforderlich.

Krankenversicherung

Leider sind viele der Betroffenen nicht krankenversichert und können aufgrund ihres Aufenthaltsstatus oder formalen Erwerbslosigkeit auch nicht versichert werden. Daher sind die Kosten für eine medizinische Grundversorgung oder sogar eine Therapie nicht bezahlbar. Lösungsvorschlag?

AufklКrung und Gesundheitsbewusstsein

Viele Betroffene sind sexuell nicht aufgeklärt oder haben ein mangelndes Hygienebewusstsein. Hier ist umfangreiche Basisaufklärung zu Gesundheit, Ernährung und Sexualität (inkl. Geschlechtskrankheiten) erforderlich.